Rundreise Indian Summer – Bonjour Montréal!

Die nächste große Stadt auf unserer Tour war Montréal. Die Millionenmetropole ist hinter Paris die zweitgrößte Stadt der Welt, in der Französisch als Muttersprache gesprochen wird. Doch nicht nur auf dem Gebiet der Sprachen ist Montréal ein interessantes Pflaster. Insbesondere architektonisch besticht die Stadt durch einen spannenden Mix aus modernen Gebäudekomplexen und historischen Bauwerken.  

Unterkunft und Verkehr

Montréal ist besonders während der Zeit des Indian Summer ein begehrtes Ziel von Kreuzfahrern und viele Reedereien steuern den Hafen Montréals während ihrer Herbsttouren an. Aufgrund der Weitläufigkeit des Stadtkerns müsst ihr euch jedoch nicht vor riesigen Touristenmassen fürchten. Auch bei den Kanadiern selbst ist Montréal ein beliebtes Ausflugs- und Reiseziel. Wer gut und günstig wohnen möchte, sollte sich dementsprechend frühzeitig um eine Unterkunft bemühen. Wir haben mal wieder aus Kostengründen auf Airbnb gesetzt und eine große Wohnung mit Stellplatz etwas außerhalb vom Stadtkern ergattert. Zwar mussten wir so mit Bus & Bahn ins Zentrum fahren, aber was das Preis-Leistungs-Verhältnis betrifft, war es in jedem Fall die richtige Entscheidung. Wenn ihr gut zu Fuß unterwegs seid, könnt ihr im Stadtkern selbst auf Busse und die Metro die meiste Zeit verzichten. Allerdings ist das Gebiet doch recht weitläufig, sodass es sich durchaus lohnt, manche Strecken zu fahren.

Sehenswertes

Auch in Montréal werdet ihr Top-Attraktionen anderer Metropolen wie New York City oder Toronto vergeblich suchen. Dennoch hält die Stadt für Ihre Besucher hübsche Parks, imposante Kirchen und Straßenzüge mit kleinen Cafes und Bars bereit, die zu Sightseeing und Müßiggang einladen. Montreal Parc du Mont-Royal Der Mont Royal ist die höchste Erhebung der Stadt und liegt inmitten einer großen Parklandschaft. Der großzügig angelegte Parc du Mont-Royal bietet allen Bewohnern und Besuchern Montréals eine grüne Oase am Rande des Großstadtdschungels. Weitläufige Grünflächen, kleine Seen und diverse Aussichtspunkte, von denen man den Ausblick auf die Dächer Montréals genießen kann, laden zu einem entspannten Besuch ein. Unser persönliches Highlight waren jedoch die tierischen Parkbewohner. Denn wer sich etwas Zeit nimmt, der gewinnt mit etwas Glück das Vertrauen der putzigen Grauhörnchen, die sich in großer Zahl im Park tümmeln. Oratoire Saint-Joseph du Mont-Royal Das St.-Josephs-Oratorium ist das drittgrößte Oratorium der Welt und der größte Sakralbau Kanadas. Gleichzeitig ist es der bedeutendste Wallfahrtsort des heiligen Josephs und zieht somit Jahr für Jahr jedes Jahr fast 2 Millionen Besucher und Pilger aus aller Welt an. Oratorium Montreal Basilique Notre-Dame de Montréal Die imposante römisch katholische Basilika liegt in der Altstadt Montréals und ist noch heute religiöser Mittelpunkt der katholisch geprägten Stadt. Basilique Notre-Dame de Montréal Old Port Der alte Montréaler Hafen galt zu Beginn des 20.Jahrhundrts als einer der wichtigsten Getreide-Häfen der Welt. Heute erinnert hier noch kaum etwas an die Zeit, in dem große Handelschiffe hier ankerten und Händler aus aller Welt geschäftig ihre Waren anpriesen. Stattdessen wurde im Rahmen von groß angelegten Modernisierungsaktionen ein Erlebnisviertel geschaffen, in dem sich Besucher und Bewohner der Stadt in Restaurants und Cafes dem leiblichen Wohl widmen können oder ihre Freizeit mit einer Bootsrundfahrt oder einem Besuch im Kletterpark füllen können. Montreal Cathédrale Marie-Reine-du-Monde Nachdem die Kathedrale Saint-Jacques de Montréal bei einem Großbrand im Jahr 1852 zerstört worden war, wurde Ende des 19. Jahrhunderts der Neubau in Form der Cathédrale Marie-Reine-du-Monde fertig gestellt. Falls euch die Optik irgendwie bekannt vorkommt, so hat euch euer Auge nicht betrogen. Denn die Kathedrale ist ein verkleinerter Nachbau des Petersdoms in Rom. Cathédrale Marie-Reine-du-Monde

Piraten-Fazit

Montréal ist eine wirklich schöne Stadt, in der man auf Tuchfühlung mit der französischen Seele Kanadas gehen kann. Aufgrund der wenigen touristischen Attraktionen reicht eine Übernachtung hier vollkommen aus, um sich einen Überblick über die Stadt zu verschaffen und die Seele in einer der zahlreichen Bars und Cafes etwas baumeln zu lassen.

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